Beim Gang durch die Innenstadt sieht man zunehmend verwaiste Ladenflächen, die keinen Nachmieter finden. Ein Grund dafür ist der attraktive Online-Handel, der weiter auf dem Vormarsch ist. Den Fachhandel sucht der preisbewusste Verbraucher eigentlich nur noch für die direkte Beratung vor Ort auf. Das freut alle, die am starken und dynamischen E-Commerce-Markt teilnehmen. Der Einzelhandel bleibt dagegen auf seinen Kosten sitzen und muss mit ansehen, wie der eigene Umsatz rapide singt – Tendenz steigend!

Der Suchmaschinenoptimierte Verbraucher weiß ganz genau, wo er den besten Preis erhält – und das ist in der Regel im Netz. Zusätzlich lässt er sich ausführlich im stationären Handel beraten. Er sucht ein Ladengeschäft in der Innenstadt auf und kann sich komplexe Produkte habtisch erklären lassen. Am Ende der Beratung begibt er sich dann ins Internet und bestellt das Produkt mit nur wenigen Klicks günstiger bei einem anderen Anbieter. Doch der Einzelhandel wehrt sich mittlerweile gegen diesen sturen Verbraucher. Ein Kunde, der sich nur beraten lässt und nie etwas kauft, ist für den Händler nichts wert. Manche Einzelhändler erheben deshalb eine Gebühr für die geleistete Beratung. Diese fällt allerdings nur dann an, wenn der Kunde das Produkt am Ende der Beratung nicht kauft.

Die Beratung des virtuellen Kunden

Doch auch der Online-Handel setzt vermehrt auf die Beratung der fleißigen Kunden. Ein Produkt genau zu erklären gestaltet sich online allerdings noch etwas schwierig. Dennoch sieht das Geschäft im E-Commerce seine Chance insgesamt nicht nur im günstigsten Preis, sondern zukünftig auch in der Beratung der virtuellen Kunden!